feelings



Ich liege auf der Strasse. Sie ist so unbefahren wie sie in einer Einöde nur sein kann. Entspannt und mit allen Sinnen gönne ich mir eine Pause. Der Asphalt ist warm. Gewärmt von der Sonne die gerade eine rote Verbindung mit dem Horizont eingeht.
Ich ziehe jede Geruchs-Line in meine Nase ein. Jede Minuten ein neuer Geruch. In meinem Inneren dreht sich alles. Schon zu lange habe ich diese Gerüche nicht mehr wahr genommen. Zu lange haben sie meine Nasenwand in der großen Stadt nicht mehr berührt. Doch jetzt darf ich sie haben. Meine Hände fühlen diese raue Fläche die sonst schwere Autos trägt. Jetzt trägt sie mich in die Nacht hinein. So sanft und ruhig.

 Musik im Ohr 

Bild: pexels

morningwalk #2





Es wurde nicht nur gewalkt.



In den letzten Tagen ist meine erste Amtshandlung nach dem ich die Augen aufgeschlagen habe, zu schauen ob der blaue Himmel anwesend ist. Die ganze Woche wartete ich darauf. Heut traf das ein was ich so lange vermisste. Ein sonniger Morgen. Ich ließ mich also aus dem Bett fallen, machte mir mein Heißgetränk fertig und ging auf die Straßen Berlins, um zu spazieren. Nur ich, mein Getränk in der Hand und meine Gedanken.
Bei solchen Gelegenheiten überlasse ich es meinem Kopf was er sich bei solchen Spaziergängen immer für Gedanken aufgabeln möchte. Was mich aber an diesem Morgen besonders wunderte … Ich schlenderte. Von der Schnelligkeit die meine Füße sonst vorlegen war keine Spur. Ich lief unglaublich entspannt und langsam. So langsam, das ich selbst ins Staunen geriet. Kein Gefühl, getrieben zu sein machte sich in meinem Bewusstsein breit. Es gab kein Ziel. Nur das bewusste Verlangen, vor meinem heutigen Tag am Schreibtisch noch so einige Minuten an der frischen Luft zu verbringen. Der Weg war also diesmal das Ziel. Und es tat gut. Unheimlich gut.

Ich wünsch euch einen tollen Freitag und eine wunderbaren Start ins Wochenende.


Bilder: danane

morningwalk #1



Ich bin heute morgen relativ gut aus dem Bett gekommen. Ich habe gelesen es ist genetisch festgelegt ob man Frühaufsteher oder Langschläfer ist. Heute morgen wurde die Snoozetaste also nur 1-2 mal von mir gedrückt. Aber dann ging es raus. So richtig raus. Nicht nur aus den Federn. Ich machte mir schnell mein Heißgetränk und ging los. Mein Ziel? Es gab kein Ziel. Der Weg war das Ziel. Und der führte durchs Friedrichshainer Kiez. Ich wollte mir die Beine vertreten, bevor der Schreibtisch mich wieder gefangen nimmt. Das macht er viel zu oft und dem muss ich entgegenwirken.

Wenn ich durch die Berliner Straßen laufe und mich nehmen die ganzen Eindrücke nicht mehr ein, dann ist es an der Zeit meinen alt bewährten Trick anzuwenden. Ich stelle mir dann immer vor ich wäre in einer anderen Stadt. Diese Methode funktioniert. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie die alten Straßen für mich plötzlich in einem neuen Licht erscheinen. Diesmal war ich in Stockholm. Alles war neu. Alles war anders. Liegt es nun an meiner Vorstellungskraft oder an der Tatsache das ich alt eingesessenes bei Seite schiebe und meinen Blick unverblümt öffne. Am Ende ist hier doch das Ergebnis ausschlaggebend und das heißt Input.

Habt eine schöne Woche!

Bild: danane

hello hello | Madhavi von Kaerlighed

Heutzutage wohnen wir alle gefühlt eine Ewigkeit auseinander. Manchmal sind es auch nur ein paar Kilometer und der Alltag lässt es oft nicht zu einfach bei lieben Menschen vorbei zu schauen.  Aber das sollte uns nicht davon abhalten immer wieder bei ihnen nachzufragen wie das Leben so läuft. Und wenn es nur ein "Wie geht´s dir?" ist.

Ich bin so wahnsinnig neugierig. Deshalb habe ich heute mal bei Madhavi von Kaerlighed nachgefragt.



© Maria Schiffer


1. Welche Überraschung hält das Leben gerade für dich bereit?
Eine intensive Beziehung zum Wirklichsein, die ansatzweise schon immer da war, sich aber in den letzten Wochen immer mehr manifestiert hat. Im Selbst immer realer zu werden, die Wirklichkeit, so wie sie ist, zu lieben und wertzuschätzen. Das ist gerade ein sehr großes Geschenk für mich.

2. Gibt es eine Abendbrot-Idee, die immer funktioniert?
Definitiv Misosuppe mit Soba Nudeln.

3. Was siehst du, wenn du hinter dich über deine Schulter schaust?
Äh, ein Skylander Poster, ich bin nämlich heute Nacht in das Zimmer meines Sohnes geflüchtet, weil er sich in meinem Bett zu breit gemacht hat….

4. Was hält der heutige Tag für dich bereit?
Ich hoffe schöne Begegnungen. Ich führe ein Interview mit einer sehr interessanten Frau, schreibe zwei Artikel, werde vorher die Nadabrahma Meditation machen und zum Jivamukti Yoga nach Mitte fahren. Ach, ja, ich möchte auch einen makrobiotischen Kuchen mit meiner Tochter backen und Grünkohlchips machen. Der alltägliche Wahnsinn halt.






Tattoo by theWHO. 


Eine begrenzte Auswahl an Bildern von Madhvi´s Instagramaccount auszusuchen viel mir wirklich schwer. So viele verschiedene und schöne Einblicke gibt sie in ihr Leben. 

Vielen lieben Danke Madhavi, dass du dir die Zeit genommen hast!

Und ihr klickt jetzt bitte auf ihren Blog und lasst euch von ihren wunderbar wahren Worten davon tragen.

Bilder: von Madhavi´s Instagramaccount


Ich habe schon einmal nachgefragt. 
Und zwar bei Ninotschka, Julia, Johanna und Berit.

wonder.daily #7




Wunderbares Wannen Wonder.daily.
Ob ihr es glaubt oder nicht, wenn meine Inspirationskette reißt dann lasse ich mir meistens eine heiße Badewanne ein. Ich habe mich kaum ins Wasser gelegt, schon könnte ich wieder aufspringen und meine Gedanken niederschreiben. Es blitzt und blinkt in meinem Gehirn und neue Ideenmuster werden gebildet. Manchmal muss ich aufpassen, dass ich nicht mit einem aufgeweichten Schrumpelkörper wieder hervor steige. Aber das würde ich vermutlich in Kauf nehmen. 
Also falls wir mal ein gemeinsames Projekt starten sollten, dann vergesst euren Bikini nicht, wenn ihr zu mir kommt. 

Da fällt mir ein, ich brauche ganz dringend ein Whiteboard an der Wand neben meiner Badewanne. Dingend!

Ab in diese riesige Badewanne.

Der Titel wonder.daily wird jeden Dienstag aufs neue an Dinge (Begegnungen, Gefühle, Momente …) vergeben, die das Leben bereichern. Jeder von euch darf sich liebend gern beteiligen. Deshalb hinterlasst mir doch einfach den Link der zu eurem Wunder führt in der Kommentarleiste. Damit auch all die tollen Wunder gefunden werden, verlinkt doch einfach hier her zurück. 
Ihr habt gar keinen Blog? Dann schreibt mir eurer persönliches Wunder doch einfach in die Kommentarleiste.

Ich bin gespannt was eure täglichen Wunder sind.

Bild: danane